NOMADENSCHULE IN LADAKH

Aktueller Projektstand

Norbu Nomade Kharnak Norbu, Schüler der Nomadenschule

Die Nomadenschule konnte in den vergangenen Monaten zügig organisiert werden. Mit einem offiziellen Festakt wurde die „Nomadic Camp School Kharnak“ am 24. Juni eingeweiht. 

Die Eröffnung der Schule – obwohl abgelegen – hat für grosses Aufsehen gesorgt. Das ladakhische Fernsehen war anwesend. Das Projekt wurde in der lokalen und nationalen Presse behandelt. Als Ehrengast war der Hemis-Gylapo, einer der mächtigsten Männer in Ladakh zugegen. Gemeinsam mit ihm sind Mönche der klösterlichen Obrigkeit angereist. Es ist aussergewöhnlich, dass so wichtige Männer den beschwerlichen 5-stündigen Weg in die abgelegene Gegend der Nomaden unternehmen. Entsprechend nervös aber auch geehrt fühlten sich die Nomaden.

 

Die Freude über die Schule der Kharnak-Nomaden ist gross. Nach einem aussergewöhnlich strengen Winter hat die eigene Schule für alle auch symbolischen Charakter: Es geht weiter, wir haben eine Zukunft und wir sind nicht vergessen worden. 

Im Moment werden 12 Kinder ab 4 Jahren unterrichtet. Weitere Schüler werden im kommenden Jahr folgen. Für die erwachsenen Analphabeten hat der Lehrer zudem eine Abendschule eingerichtet. Dieses Angebot wird rege genutzt. Es hat sich neben der Erwachsenenschule auch noch eine "Kulturgruppe" gebildet, die das Schulzelt abends für Tanz- und Gesangsproben benützt.